Nicht chirurgische Eingriffe
Es gibt zur Zeit zwei nicht chirurgische Techniken, die Hämorrhoiden zu veröden oder zu reduzieren. Es wird je nach Art der Hämorrhoide und deren Symptome die eine oder die andere angewandt. Im Anschluss zeigen wir Ihnen gerne beide Methoden:
Gummiband Ligatur: Dieses ist eine Möglichkeit die internen Hämorrhoiden, die oft bluten, zu behandeln. Die Behandlung läuft wir folgt ab: Es werden ein oder zwei kleine Gummibänder um den Hauptansatz der Hämorrhoide im Rektum gebunden, um diese absterben zu lassen; die Blutzufuhr wird gestoppt und nach ein paar Tagen lösen sich sowohl die Gummibänder als auch die Hämorrhoide von selbst vom Körper ab. Die kleine Wunde heilt schnell ohne grosse Komplikationen. Diese Behandlung wird ambulant durchgeführt und ohne Betäubung. Sie ist wirksam bei internen Hämorrhoiden ersten und zweiten Grades. Die ersten Tage können sie etwas stören.
Sklerosierung (veröden mittels Injektion): Dieses ist normaler Weise die erste Behandlung bei Blutungen und frühzeitigen Prolapsen. Die Verödung wurde in den zwanziger Jahren entwickelt und funktioniert wie folgt: Es wird mittels einer Mikronadel (kleiner Einstichschmerz) ein chemischer Wirkstoff der zur Verödung dient in das innere der Hämorrhoide gespritzt. Dieser Wirkstoff bewirkt, dass die Hämorrhoide von innen „austrocknet“ und somit verkleinert sie sich langsam. Die ersten Ergebnisse sind befriedigend in Hinsicht auf die Blutung –man muss darauf hinweisen, dass die Sypmtome wieder auftreten können-, obwohl oft mehrere Behandlungen nötig sind. Eine Behandlung dauert ca. 15 bis 20 Minuten und es müssen mehrere Einstiche vorgenommen werden. Diese Methode kann einen chirurgischen, invasiveren Eingriff vermeiden.